Gefahrenminderung durch richtige Ladungssicherung – Auf diese Grundregeln ist zu achten

Ladungssicherung

Als Ladungssicherung bezeichnet man die Sicherung von Transportgütern gegen die physikalischen Kräfte, die beim Transport auftreten.

Grundsätzlich werden bei der Ladungssicherung zwei verschiedene Ansätze unterschieden:

Zum einen die kraftschlüssige Ladungssicherung und zum anderen die formschlüssige Ladungssicherung, wobei beide auch miteinander kombiniert werden können.

Bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung wird die Ladung durch ein Niederzurren selbiger erreicht. Ein Verfahren ist dabei, die Ladung durch Zurrgurte auf die Ladefläche zu drücken. So wird die wirkende Reibungskraft erhöht und das Verrutschen der Ladung verhindert.

Um die Reibungskraft weiter zu erhöhen, können zusätzlich reibwerterhöhende Unterlagen unter die Ladung gelegt werden. Diese nennt man auch Antirutschmatten. Dabei muss stets beachtet werden, dass für die Ladungssicherung in erster Linie der Gleitreibbeiwert relevant ist. Damit die Ladung gemäß den gesetzlichen Vorschriften gesichert ist, müssen die Unterlagen deutlich sichtbar unter der Ladung hervorragen. Ist dies nicht der Fall und es findet eine Kontrolle statt, kann die Weiterfahrt bis zur Korrektur untersagt werden. Für die Berechnung der nötigen Ladungssicherheit wird das Ladungsgewicht, der vertikale Zurrwinkel der Gurte, der Gleitreibbeiwert, der Beschleunigungsfaktor und der Übertragungsbeiwert einbezogen.

Zur Herstellung des Kraftschlusses müssen mindestens zwei Sicherungsmittel verwendet werden. Bei einer reinen kraftschlüssigen Ladungssicherung ohne Formschluss müssen Spannmittel mit einem hohen STF-Wert benutzt werden, damit die erforderliche Vorspannkraft erreicht wird.

Bei der formschlüssigen Ladungssicherung wird so verfahren, dass die Ladung durch ein bündiges, lückenloses Verladen, Schräg- oder Diagonalzurren oder Kopf- bzw. Buchtlastung gesichert wird. Die Sicherung nur durch Formschluss, ohne dass zusätzlich ein Niederzurren erfolgt, ist nur erlaubt, wenn der Aufbau des Fahrzeugs stabil genug ist, um die entstehenden Kräfte zu absorbieren.

Gemäß der VDI-Richtlinie 2007 muss 80% der Ladung nach vorn gesichert sein. Deshalb ist die Stirnwand des Fahrzeugs hier besonders wichtig. Allerdings sollten die Seitenwände bei der formschlüssigen Ladungssicherung nicht vergessen werden. Beispielsweise ist eine einfache Schiebeplane, ohne dass zusätzliche stabile Bordwände vorhanden sind, nicht ausreichend.

Grundlagen der Ladungssicherung

Jeden Tag liefern tausende von Lastkraftwagen, im folgenden als LKW bezeichnet, unmengen an Gütern von A nach B innerhalb der gesamten Bundesrepublik Deutschland oder sogar auch international in viele andere Länder dieser Welt.

Man kann immer wieder in vielen Medien hören oder lesen, dass die Sicherheit auf Deutschlands Straßen stetig abnimmt. Schuld daran sollen hauptsächlich LKW sein, die entweder mit zum Teil sehr erhöhten Geschwindigkeiten unterwegs seien oder schon lange Zeit nicht mehr richtig auf Mängel überprüft wurden und Schäden an Reifen, starke Profilabnutzung oder sonstige Schäden nicht korrekt oder gar nicht repariert wurden. Eine weitere Ursache für Unfälle oder Zwischenfälle auf Deutschlands Straßen könnte die falsche oder unvollständige Ladungssicherung der LKW sein. Zeit, die Grundlagen der Ladungssicherheit einmal unter die Lupe zu nehmen:

Ladungssicherung durch Formschluss

Eine gute Möglichkeit der Ladungssicherung besteht darin, dass die Güter, die transportiert werden sollen, so viel Platz einnehmen, dass der gesamte Laderaum vollkommen ausgenutzt wird. Im Klartext heisst das, es sollen keine Lücken oder Ecken frei bleiben, der gesamte LKW soll ausgefüllt sein. So kann nichts verrutschen und die Ladung ist gesichert. Falls notwendig kann zusätzlich mit Schlingen und Gurten gesichert werden.

Sicherung der Ladung durch Kraftschluss

Eine zweite Möglichkeit die Transportgüter eines LKW perfekt zu sichern ist die Ladungssicherung durch Kraftschluss. Die Ladung soll bei dieser Möglichkeit auf den Boden gepresst werden. Dies geschieht durch die Vorspannung der Gurte. Insgesamt wird dadurch die Haftreibung zwischen Ladung und Fahrzeugboden vergrößert. Die Anzahl der dafür benötigten Gurte kann anhand einer Formel schnell berechnet werden.

Ladungssicherung mit Gurten

Sehr bekannt ist die Möglichkeit LKW Ladungen mit Gurten abzusichern. Es gibt klare Vorteile, die für diese Möglichkeit sprechen: kleinere Lasten werden sehr sicher an der 20-30 mm starken Bordwand des Fahrzeugs befestigt, der Einsatz der Gurte kann an beliebiger Stelle erfordern, einfache Handhabung, so gut wie keine Beschädigung der Bordwand mit meist gummierten Endbeschlägen.

Physikalische Ladungssicherung

Durch geeignete Maßnahmen sollen wirkende Kräfte aufgefangen werden. Hierbei gibt es folgende Kräfte, die wirksam werden: die Masse, die Reibung, die Sicherung und das Gewicht.

Rechtliches zur Ladungssicherung

Für die Ladungssicherung ist der Fahrer verantwortlich. Sollte der Polizei einmal auffallen, dass eine Ware nicht genügend gesichert ist, so darf sie die Weiterfahrt des LKW sofort verbieten, außerdem könnte ein Bußgeld von 35 Euro – 50 Euro berechnet werden. Auch bei rampenloser Beladung ist der Fahrer für die Sicherung der Ladung verantwortlich. Nach öffentlichem Recht muss der Verlader ebenfalls Verantwortung übernehmen.

Die Hilfsmittel der Ladungssicherung

Die Ladungssicherung ist im Transportgewerbe ein Thema, das im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Nicht zuletzt deshalb, weil man mit einer effizienten und effektiven Sicherung der Ladung nicht nur zum Schutz der Ladung beiträgt, sondern weil sie auch zu einer größeren Sicherheit im Straßenverkehr beiträgt.

Doch damit dem Genüge getan werden kann, bedarf es einer Menge Hilfsmittel. Einige davon sind schon beim Fahrzeugbau planbar. Dabei handelt es sich um bauliche Vorkehrungen, die für spezielle Ladungen gedacht sind.

Solche baulichen Einrichtungen sind zum Beispiel Coilmulden. Diese sind dazu bestimmt, Stahlcoils und andere stehende Ringe aufzunehmen. Damit die darin zu transportierenden Coils ausreichend gesichert werden können, bedarf es aber noch anderer Hilfsmittel. So werden die Coils in der Regel nach vorne hin mit entsprechend massiven Quadratrohrrungen gesichert und zusätzlich auch mit Antirutschmatten unterlegt.

Des Weiteren werden Zurrketten eingesetzt, um eine ausreichende Ladungssicherung durchführen zu können. Weitere bauliche Hilfsmittel wurden im Laufe der Zeit durch den Gesetzgeber vorgeschrieben. Dabei handelt es sich um die Zurrpunkte, die auf der Ladefläche angebracht sein müssen. Diese Zurrpunkte dienen für die Anbringung der Zurrgurte und Zurrketten.

Weitere Hilfsmittel der Ladungssicherung baulicher Art sind sogenannte Loch- und Ankerschienen. Auch diese bieten eine ganze Menge Zurrpunkte und andere Möglichkeiten für die Sicherung der Ladung. Doch alle baulichen Einrichtungen alleine reichen nicht aus und so bedarf es noch einer erheblichen Menge weiterer Hilfsmittel.

Solche Hilfsmittel sind Zurrgurte, Zurrketten, Antirutschmatten, Sperr- und Klemmstangen, aber auch Holzkeile und ähnliche Vorrichtungen können zu diesem Zweck verwendet werden. Oft fängt die effektive Sicherung der Ladung bereits im Vorfeld an, indem man die geeigneten Ladehilfsmittel einsetzt, die den verantwortlichen Personen die Sicherung erleichtern kann. Dazu gehört der Einsatz von Paletten und Gitterboxen.

Beim Beladen von Containern werden noch weitere Hilfsmittel verwendet, die dazu verwendet werden, entstehenden Freiraum zu füllen. In solchen Fällen werden meist Luftsäcke oder Staupolster eingesetzt. Aber auch mitgeführte Leerpaletten können ein praktikables Mittel sein, wenn es darum geht, die Ladung richtig zu sichern. Die meisten Hilfsmittel, die man zum Sichern von Ladung benötigt, erreichen ihre Effektivität nur im Zusammenspiel mit anderen Hilfsmitteln.

Welche Hilfsmittel geeignet sind und welche Ansprüche diese erfüllen müssen, kann man der Richtlinie VDI 2700 entnehmen. Diese wird immer wieder neu überarbeitet, um den Standard der Sicherheit auf einem hohen Niveau zu halten. So werden nach und nach bisher noch nicht aufgeführte Anforderungen an verwendete Hilfsmittel in die Richtlinie aufgenommen, damit man einheitliche Sicherungsmittel verwendet und dies auch besser überprüfen kann.

Arten der Ladungssicherung

Jeder der im Bereich Spedition und Logistik tätig ist, ist sich um die Problematik des Themas Ladungssicherung und Ladungssicherungsnetze bewusst und kann die sehr hohe Bedeutung für den alltäglichen Arbeitstag bestätigen.

Die Sicherung der zu befördernden Ladung ist für den Fahrer des Fahrzeugs aber auch für sämtliche weiteren Verkehrsteilnehmer extrem wichtig, denn schlecht oder gar nicht gesicherte Ladung kann im Falle eines Unfalls zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden und zu verheerenden Folgen führen.

Es gibt ganz Unterschiedliche Arten der Sicherung, die jeweils unterschiedliche Hilfsmittel bedürfen. Die sogenannte kraftschlüssige Ladungssicherung funktioniert dergestalt, dass die Ladung auf den Boden der Ladefläche gepresst wird. Dies geschieht etwa durch die Verwendung von Spanngurten. Unterstützt wird diese besondere Form der Sicherung durch den Effekt von rutschfesten Unterlagen, wie etwa Antirutschmatten. Wichtig ist hierbei, dass die Antirutschmatte über die zu sichernde Ladung hinaus geht. Das heißt, dass die Grundfläche höher sein muss, als die der Ladung. Ein verrutschen der Ladung wird auf diese Art verhindert und die Ladung ist sicher.

Eine gänzlich andere Art der Sicherung ist die sogenannte formschlüssige Ladungssicherung. Hier wird die zu transportierende Ladung dadurch gesichert, dass sie lückenlos verladen wird, durch die Verwendung zum Beispiel von weiteren Europaletten gesichert wird oder aber ebenfalls unter Verwendung von Gurten befestigt und so gegen ein Verrutschen gesichert wird. Diese Form der Sicherung verwendet letztlich die zu sichernde Ladung selbst als Sicherungsmittel. Problem treten in so einem Falle immer dann auf, wenn auf der zu fahrenden Tour Teile der Ladung ausgeliefert und abgeladen werden und insofern unterwegs Sicherungsmittel wegfallen. Dies gilt es bei der Beladung zu beachten und gegebenenfalls sind weitere Sicherungsmittel mitzugeben oder es ist seitens des Verladers dafür zu sorgen, dass der Fahrer bei seinem Zwischenstopp Ersatzpalletten oder ähnliches erhält und eine erneute Sicherung durchführen kann.

Die jeweils gewählte Form der Sicherung hängt natürlich auch von dem bereit stehenden Fahrzeug und dem zu beförderndem Gut ab. Es gilt zu bedenken, ob es sich lediglich um ein Fahrzeug mit Plane handelt, welches natürlich andere Anforderungen an die Sicherung stellt als ein Fahrzeug mit starrer Außenwand. Eine Plane etwa bietet keine Möglichkeit der Verwendung der Bordwand als Bestandteil des Sicherungsmaterials.

Letztlich gilt es festzuhalten, dass das vorgenannte Thema äußerst heikel und praxisrelevant ist. Jeder der in diesem Bereich tätig ist, sollte sich mit den verschiedenen Formen der Sicherung der transportierten Ladung auseinander setzen. Die Sicherheitsrichtlinien jedenfalls sollten sehr genau eingehalten werden.

Einsatzgebiete von Gummimatten und -belägen im Privatbereich

Antirutsch Gummimatten und Gummibeläge bieten auch im Privathaushalt eine Menge Vorteile. Sie sind pflegeleicht und beständig gegenüber Benutzung. Besonders häufig sind sie im Eingangsbereich zu finden.

Hier bieten sie nicht nur die Möglichkeit eines Schmutzfängers sondern sorgen auch für Rutschfestigkeit. Grade im Winter, wenn nasse Schuhe an der Tagesordnung sind, sorgen sie beim Betreten des Hauses für einen sicheren Stand. Diese Lösung ist nicht nur praktisch sondern in der Regel auch kostengünstig und vor allen Dingen pflegeleicht.

Die Gummimatten können hierbei die Optik eines Fußabtreters haben aber auch in Teppichoptik den vollständigen Eingangsbereich abdecken. Besonders häufig sind Gummimatten heute auch als Stufenbelag zu finden. Stein- oder Holzstufen bieten ein hohes Gefahrenpotential. Grade bei Kindern und älteren Menschen kann es schnell passieren, dass diese auf den Stufen ausrutschen. Mit Hilfe von Antirutschmatten für die Stufen wird dieses Risiko minimiert. Durch die rutsch hemmende Wirkung von Gummimatten entsteht das Sturzrisiko erst gar nicht. Stufenmatten aus Gummi gibt es in allen möglichen Größen und Formen.

Ebenso bieten Gummimatten einen guten Schutz für Holz- oder Laminatböden. Grade am PC Arbeitsplatz rollt der Stuhl immer wieder über den Boden und kann so die Oberfläche beschädigen. Speziell für diese Aufgabe werden Gummischutzmatten hergestellt. Diese werden einfach unter den Stuhl gelegt und bieten damit einen optimalen Schutz für die Oberfläche. Auch die Geräuschdämmende Wirkung ist hierbei vorteilhaft. Die Schutzmatten sind als unauffällige Variante erhältlich, d.h. sie sind klar und fallen auf dem Boden kaum auf. Natürlich gibt es aber auch Motivmatten für die Nutzer, die es gerne bunt und ausgefallen haben.

Je nach Aufgabe hat die Gummimatte ein unterschiedliches Aussehen. Sie kann ganz flach sein, z.B. nur einzelne Streifen auf den Treppenstufen oder ein hohes Profil haben um Flüssigkeit weg zuleiten, z.B. bei der Nutzung im Eingangsbereich. Sie kann sich aber auch unauffällig elegant in Form eines Läufers in den Haushalt einfügen.

Wichtig zur Erhaltung der Lebensdauer einer Gummimatte ist die richtige Pflege. Regelmäßige Reinigung ist dazu ein wesentlicher Bestandteil. Hierbei reicht die Reinigung mit dem Hochdruckreiniger oder unter Wasser und die Nutzung einer Gummipflege.
Gummimatten bieten somit einen praktischen, pflegeleichten und günstigen Helfer im Haushalt.

Unterlegkeile – Materialien und Einsatzzweck

Ein Unterlegkeil ist ein Keil, der sehr stabil ist bzw. stabil sein muss, um ein abgestelltes Fahrzeug durch blockieren eines Rades am Wegrollen zu hindern. Der Keil ist meist aus Kunststoff oder massivem Hartblech gefertigt und wird i.d.R. in einer Halterung am Fahrzeug mitgeführt, wenn dieser nicht benötigt wird.

Die Halterung muss jederzeit leicht zugänglich, entsprechend in oder am Fahrzeug angebracht sein und ein Verlieren und/oder Klappern ausschließen. Haken und Ketten dürfen für diesen Zweck nicht verwendet werden.

In Deutschland ist das Mitführen eines solchen Keiles für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 4 Tonnen Pflicht. Das Gleiche gilt auch für Anhänger, die ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 kg überschreiten. Es gibt auch Fahrzeuge, für die das Mitführen von zwei Unterlegkeilen Pflicht ist. Dies ist bei drei- oder mehrachsigen Fahrzeugen, Sattelanhängern und Starrdeichselanhängern der Fall. All das wird im Paragraph 41 Absatz 14 der Straßenverkehrsordnung geregelt.

Neben dem Mitführen eines Unterlegkeils muss dieser selbstverständlich der Radgröße des Fahrzeugs angepasst und ausreichend stabil sein. Für Traktoren gibt es mittlerweile zusammenklappbare Keile, die so besser verstaut werden können, da diese doch relativ groß sind. Zusammengefasst heißt das, dass Unterlegkeile sicher zu handhaben und ausreichend wirksam sein müssen.

Somit gehört der Unterlegkeil zu den “mitzuführenden Ausrüstungsgegenständen”, ebenso wie Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste. Natürlich gibt es, wie bereits oben erwähnt, Unterlegkeile in verschiedenen Materialien. So sind z.B. Keile aus Polyurethan ideal, da diese nicht absplittern und auch auf Dauer keinen nennenswerten Abrieb aufweisen. Diese Art wird hauptsächlich zum Blockieren von Flugzeugrädern verwendet. Kleinere Ausführungen finden Verwendung bei Anhängern.

Ein Unterlegkeil findet nicht nur Verwendung, um Fahrzeuge am Wegrollen zu blockieren, sondern es gibt auch Keile, die für Wohnwagen und Campingmobil geeignet sind. Diese können als ganz normale Unterlegkeile zum Ausgleichen von Unebenheiten genutzt werden. Seitenverkehrt übereinander gelegt kann so auch eine ebene Plateaufläche entstehen.

Außerdem tauchen Unterlegkeile auch im Handwerksbereich auf. So können kleinere zum Ausgleich beim Aufstellen von Möbel verwendet werden. Sie sorgen dafür, dass z.B. der Schrank optimal “im Wasser” steht.

Unterlegkeile finden Sie hier..

Bestimmungen für Unterlegkeile bei Kraftfahrzeugen

Alle auf unseren Straßen zugelassenen Kraftfahrzeuge müssen mit zwei voneinander unabhängigen Bremsanlagen ausgerüstet sein. Davon muss jede Bremsanlage für sich funktionsfähig sein, auch wenn die andere Anlage ausfällt.

Darüber hinaus müssen einige Kraftfahrzeuge zusätzlich noch mit Unterlegkeilen ausgerüstet sein. Dies ist geregelt im § 41 der StVZO. Dort ist genau festgelegt, welche Fahrzeuge und Anhänger mit einem oder gar mit zwei Unterlegkeilen ausgerüstet sein müssen.

So gilt diese Pflicht zunächst einmal für Kraftfahrzeuge, die ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 4.000 kg haben. Ferner müssen auch zweiachsige Anhänger deren zulässiges Gesamtgewicht 750 kg überschreitet mit einem Unterlegkeil ausgestattet sein. Dies gilt jedoch nicht für Sattelanhänger und sogenannte Starrdeichselanhänger. Diese müssen sogar mit zwei Keilen ausgerüstet werden, damit sie im Straßenverkehr bewegt werden dürfen. Ebenfalls zwei Unterlegkeile benötigt man für Fahrzeug mit drei oder mehr Achsen.

So weit, so gut. Doch nicht nur die Anzahl der Unterlegkeile ist gesetzlich geregelt. Fest steht auch, wie diese Ausrüstungsgegenstände beschaffen sein müssen. Im Gesetzestext des § 41 StVZO heißt es, dass diese Unterlegkeile sicher zu handhaben sein müssen und obendrein auch ausreichend wirksam. Demnach müssen diese Keile auch in der Größe so beschaffen sein, dass sie in der Lage sind, die entsprechenden Räder wirksam zu stoppen.

So kann es durchaus sein, dass bei einem Anhänger, der hinter einem Pkw gezogen werden soll, ein Unterlegkeil aus Kunststoff ausreicht, wenn man damit den Anhänger problemlos gegen ein Wegrollen im Gefälle sichern kann. Ein solcher Unterlegkeil reicht dann natürlich nicht mehr aus, wenn es sich bei dem zu sichernden Fahrzeug zum Beispiel um einen 40-Tonnen-Sattelzug handelt. Hier werden in der Regel Unterlegkeile aus Stahl eingesetzt, die auch um einiges größer sind, als die zuvor beschriebenen Keile für den Pkw-Anhänger.

Da für die genannten Fahrzeuge die Unterlegkeile vom Gesetz her vorgeschrieben sind, müssen diese auch zwingend immer mitgeführt werden. Auch hierzu gibt es vom Gesetz her eindeutige Aussagen, wie dies zu geschehen hat. Die Unterlegekeile müssen entweder im oder am Fahrzeug mit entsprechenden Halterungen angebracht sein. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Keile leicht zugänglich sind.

Die Halterungen müssen in ihrer Beschaffenheit so ausgelegt sein, dass die Unterlegkeile nicht klappern und dass ein Verlieren der Keile komplett ausgeschlossen werden kann. Daher sind auch nur starre Vorrichtungen zulässig, die auch über eine entsprechende Sicherung verfügen. Ein einfaches Anbringen der Keile mittels Ketten oder Haken ist nicht zulässig. Für den Fahrzeugführer bedeutet dies, dass er bei Nichteinhaltung von Ladungssicherheit eine Ordnungswidrigkeit begeht, die mit einem Buß- oder Verwarnungsgeld geahndet werden kann.

Warum Ladungssicherung betreiben?

Ladungssicherung

Es vergeht fast kein Tag, an dem es nicht Horrormeldungen über Lkw-Unfälle mit verlorener Ladung gibt. Nicht nur, dass durch solche Ereignisse menschliches Leid entstehen kann, die transportierte Ware wird von einem Empfänger dringend erwartet.

Deshalb muss der Ladungssicherung besonderes Augenmerk geschenkt werden. Das gilt aber nicht nur bei Lkw-Transporten, auch die Beförderung mit der Eisenbahn unterliegt ähnlichen Bestimmungen.

Es gibt eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen, die die Ladungssicherung vorschreiben und regulieren. Da wäre zunächst die Straßenverkehrsordnung (StVO). Sie wendet sich an alle Kraftfahrer, egal ob Pkw oder Lkw, und verpflichtet sie, die Ladung so zu sichern, dass sie auch bei einer Gefahrenbremsung nicht verrutschen kann. Kraftfahrer, auch der private Pkw-Fahrer, die sich nicht daran halten, können mit einer Geldbuße und mit Punkten in Flensburg bestraft werden.

Weitere Vorschriften finden sich in der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Diese verpflichtet den Halter, das Kraftfahrzeug mit Sicherungsmitteln, wie Zurrgurte oder rutschhemmende Materialien, auszurüsten. Die Richtlinien des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI-Richtlinien) beschreiben das genaue Wie der Ladungssicherheit. Das sind die heute auch bei Gericht anerkannten Regeln der Technik, wie eine ordnungsgemäße Ladungssicherung durchgeführt werden muss.

Die gewerbliche Güterbeförderung wird im Handelsgesetzbuch (HGB) reguliert. Hier sind die Pflichten aus einem Frachtvertrag zu finden. Da heute die Beladung eines Lkw oder eines Eisenbahnwagens zum Teil ohne Kraftfahrer stattfindet, wurde die Pflicht zur Ladungssicherung geteilt. Der Absender, sprich Auftraggeber eines Transportes im gewerblichen Güterverkehr, ist für die beförderungssichere Verladung verantwortlich. Dazu gehört zunächst die ordentliche Verpackung und Kennzeichnung der Frachtstücke.

Des Weiteren versteht der Gesetzgeber darunter die eigentliche Beladung und das richtige Verstauen der Fracht. Anschließend erfolgt die betriebssichere Verladung durch das Transportunternehmen. Dazu muss zunächst einmal ein der Ladung, den Abmessungen und dem Gewicht entsprechendes Fahrzeug ausgewählt werden. Dann übernimmt das Transportunternehmen als Frachtexperte die konkrete Ladungssicherung durch anerkannte Sicherungsmittel.

Wenn der Versender die Ware nur mangelhaft verpackt, dann haftet er für die Transportschäden. Landet die Ladung durch eine fehlende Sicherung auf der Straße, ist das Transportunternehmen nach den Regelungen des HGB verantwortlich. Kommen dabei noch Menschen zu schaden, kann das Unternehmen für diese Verletzungen oder den Tod nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sogar in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden.

Was ist Ladungssicherung?

Der Schwerlastverkehr auf unseren Straßen ist in den letzten Jahren gewaltig angestiegen. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass innerhalb Europas viele Grenzen weggefallen sind. Da wir uns nun mal in der Zentrale Europas befinden, sind wir auch mehr als andere Nationen davon betroffen. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade bei uns ein hoher Anteil an schweren Unfällen unter Beteiligung von schweren Lkw herrscht.

Einige dieser Unfälle könnten durchaus vermieden werden, wenn die Beteiligten die Ladungssicherung nicht auf die leichte Schulter nehmen würden. Genau aus diesem Grund werden auch vermehrt Kontrollen durchgeführt, die genau diese Ladungssicherung unter die Lupe nehmen. Doch was ist das eigentlich?

Mit der Ladungssicherung bezeichnet man alles, was die Ladung während eines Transportes gegen die auftretenden physikalischen Bewegungskräfte sichert. Das bedeutet nichts anderes, als dass man die Ladung so absichern muss, dass diese bei einer Vollbremsung oder beim Durchfahren von starken Kurven nicht verrutschen oder gar die Ladefläche verlassen darf.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, stehen für die Ladungssicherung verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. In der Regel müssen dabei wenigstens zwei solcher Hilfsmittel gemeinsam verwendet werden, damit eine vernünftige Ladungssicherung entsteht. So reicht es beileibe nicht aus, sein Ladungsgut zum Beispiel mit einem Zurrgurt alleine zu sichern. Meist benötigt man dazu noch andere Hilfsmittel, wie etwa Anti-Rutschmatten oder Kantenschoner.

Einige Fahrzeuge werden schon so konstruiert, dass sie für bestimmte Ladungen schon spezielle Vorkehrungen bieten, damit die Ladungssicherung besser und konsequenter durchgeführt werden kann (Coilmulde für den Transport von Stahl-Coils). Was die Verantwortlichkeit für die Ladungssicherung angeht, wird diese fälschlicherweise oft allein dem Fahrer zugeschoben. Das ist allerdings nicht richtig. Für die Ladungssicherung ist in erster Linie der Verlader verantwortlich. Schließlich ist es in der Praxis doch oft so, dass der Fahrer eines Lkw bei der Verladung nicht selbst dabei sein kann, weil er die Rampe oder das Verladegelände nicht betreten darf.

So also muss der Verlader die Ladungssicherung übernehmen. Tatsächlich wird dies zwar immer durch den Fahrer erledigt, da dieser ja auch mit der Fracht fahren muss. Das spricht den Verlader jedoch nicht von seiner Verantwortung frei. Sollte es zu einem Unfall kommen, dessen Ursache mangelnde Ladungssicherung ist, so muss sich auch der Verlader gegebenenfalls dafür verantworten.

Grundlagen der Ladungssicherung

Ladungssicherung

Ob in der Freizeit oder im Berufsleben, Sicherheit sollte immer Vorrang vor allen anderen Dingen haben. Im Berufsleben ist dies besonders wichtig, denn schließlich hängt für einen Arbeitnehmer vieles davon ab, dass während der Berufsausübung nichts geschieht.

In der Transportbranche bekommt das Thema Sicherheit eine enorme Bedeutung, wenn es um die Sicherung der Ladung geht. In diesem Bereich können so viele Fehler begangen werden, dass dieser Punkt ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung eines Berufskraftfahrers ist. Da aber auch eine ganze Menge Kraftfahrer auf den Straßen unterwegs sind, die eine solche Ausbildung nicht genossen haben, hat man bei uns das Berufskraftfahrer-Qualifizierungsgesetz eingeführt. Dieses sieht vor, dass alle Kraftfahrer in regelmäßigen Abständen ihre Eignung nachweisen müssen. Dazu gehört unter anderem auch ein Seminar, während dessen man die Grundlagen für die Ladungssicherung erklärt bekommt.

Wer sich mit der Sicherung der Ladung befasst, der kommt nicht umhin, sich ein wenig mit Mathematik und Physik wieder auseinanderzusetzen. Es ist zwar nicht notwendig, dass man ein Studium dieser beiden Schulfächer absolviert, aber mit einigen Grundkenntnissen ausgestattet, fällt es einem leichter, sich in die Thematik hineinzudenken. Schließlich wirkt bei einem Transport eine Vielzahl von Kräften (Bewegungskräfte) auf die Ladung ein. Diese gilt es einzudämmen und unter Kontrolle zu halten. So könnte man in wenigen Worten den Sinn der Ladungssicherung beschreiben. Nun gilt es, den beteiligten Personen an einem Transport die Techniken beizubringen, die zu einer effektiven Sicherung der Ladung notwendig sind. Hier muss man zunächst einmal unterscheiden zwischen der kraftschlüssigen und der formschlüssigen Sicherung. Jede für sich gesehen, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch alleine angewandt werden. In der Praxis werden beide Methoden jedoch miteinander kombiniert, damit der Schutz auch wirklich effektiv erreicht werden kann.

Die Sicherung durch Formschluss erreicht man zum einen dadurch, dass man die Ladung lückenlos und bündig verlädt. Wenn dies aufgrund der Beschaffenheit der Ladung nicht möglich ist, dann kann man den Formschluss auch durch den Einsatz von Zurrgurten erreichen, wenn diese zum Beispiel zum Diagonalzurren eingesetzt werden. Dabei sollte immer bedacht werden, dass gerade die Sicherung der Ladung nach vorn der größten Belastung standhalten muss. Laut der geltenden Richtlinie VDI 2700 müssen nach vorn 80 % des Gewichtes der Ladung gesichert werden. Aus diesem Grund kommt zusätzlich die Sicherung durch Kraftschluss zum Einsatz. Hier wird die Ladung niedergezurrt und zwar nicht nur mit einem Zurrgurt, sondern auch unter Zuhilfenahme von Antirutschmatten, die man unter die Ladung legt. Wenn man sich diese Grundlagen aneignet und darauf achtet, dass man als Sicherungsmittel nur solche verwendet, die den Ansprüchen der Richtlinie VDI 2700 genügen, dann ist bereits ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung getan.

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