Als Ladungssicherung bezeichnet man die Sicherung von Transportgütern gegen die physikalischen Kräfte, die beim Transport auftreten.
Grundsätzlich werden bei der Ladungssicherung zwei verschiedene Ansätze unterschieden:
Zum einen die kraftschlüssige Ladungssicherung und zum anderen die formschlüssige Ladungssicherung, wobei beide auch miteinander kombiniert werden können.
Bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung wird die Ladung durch ein Niederzurren selbiger erreicht. Ein Verfahren ist dabei, die Ladung durch Zurrgurte auf die Ladefläche zu drücken. So wird die wirkende Reibungskraft erhöht und das Verrutschen der Ladung verhindert.
Um die Reibungskraft weiter zu erhöhen, können zusätzlich reibwerterhöhende Unterlagen unter die Ladung gelegt werden. Diese nennt man auch Antirutschmatten. Dabei muss stets beachtet werden, dass für die Ladungssicherung in erster Linie der Gleitreibbeiwert relevant ist. Damit die Ladung gemäß den gesetzlichen Vorschriften gesichert ist, müssen die Unterlagen deutlich sichtbar unter der Ladung hervorragen. Ist dies nicht der Fall und es findet eine Kontrolle statt, kann die Weiterfahrt bis zur Korrektur untersagt werden. Für die Berechnung der nötigen Ladungssicherheit wird das Ladungsgewicht, der vertikale Zurrwinkel der Gurte, der Gleitreibbeiwert, der Beschleunigungsfaktor und der Übertragungsbeiwert einbezogen.
Zur Herstellung des Kraftschlusses müssen mindestens zwei Sicherungsmittel verwendet werden. Bei einer reinen kraftschlüssigen Ladungssicherung ohne Formschluss müssen Spannmittel mit einem hohen STF-Wert benutzt werden, damit die erforderliche Vorspannkraft erreicht wird.
Bei der formschlüssigen Ladungssicherung wird so verfahren, dass die Ladung durch ein bündiges, lückenloses Verladen, Schräg- oder Diagonalzurren oder Kopf- bzw. Buchtlastung gesichert wird. Die Sicherung nur durch Formschluss, ohne dass zusätzlich ein Niederzurren erfolgt, ist nur erlaubt, wenn der Aufbau des Fahrzeugs stabil genug ist, um die entstehenden Kräfte zu absorbieren.
Gemäß der VDI-Richtlinie 2007 muss 80% der Ladung nach vorn gesichert sein. Deshalb ist die Stirnwand des Fahrzeugs hier besonders wichtig. Allerdings sollten die Seitenwände bei der formschlüssigen Ladungssicherung nicht vergessen werden. Beispielsweise ist eine einfache Schiebeplane, ohne dass zusätzliche stabile Bordwände vorhanden sind, nicht ausreichend.

